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Thalasso-Interview mit dem Kurarzt

Warum ist die Nordseeluft so gesund?

An der Nordsee herrscht ein spezielles Klima, das Reizklima. Es setzt sich u. a. aus den Faktoren Wind, UV-Strahlung, Salz, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen. Bei ausgedehnten Spaziergängen am Meer bewirkt der raue Wind eine Abhärtung des Körpers. Zudem kühlt er die Haut und mindert Juckreiz.

Wie wirken Wind, Salz und Sonne auf den Körper?

 

Die kühle, teils intensive Brise an der Küste fordert den Organismus: Er muss sich dem Kältereiz anpassen und mehr Wärme bilden, damit er nicht auskühlt. Empfehlenswert sind ausgedehnte Spaziergänge am Meer. Durch die Bewegung erhöht sich der Energieumsatz und dabei wird Wärme erzeugt. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit passt sich der Körper schneller an das raue Klima an – er ist abgehärteter. Der Wind wirkt sich aber auch schonend aus. Er kühlt die Haut und kann Juckreiz mindern. Außerdem wird es am Meer oft nicht so schwül, was Herz und Kreislauf entlastet.

Bei Asthma, einer chronische Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung kann das Meeresklima die Beschwerden lindern. Das maritime Aerosol enthält nämlich kleinste Salzwassertröpfchen,  die die  Atemwege befreien. Allergikern kommt zugute, dass die Luft arm an Polen und Schadstoffen ist.

Bis zu 2 gr Salz können sich nach einem Strandspaziergang auf der Haut sammeln. Der Salzbelag löst Schuppen und wirkt leicht entzündungshemmend. In Verbindung mit dem Sonnenlicht können sich Symptome einer Schuppenflechte oder Neurodermitis bessern.

Was sollte man bei einem Aufenthalt am Meer beachten?

Die Nordsee weist deutlich mehr Salz auf als die Ostsee. Dadurch herrscht an der Nordsee aber auch ein intensiveres Reizklima. Um von ihm zu profitieren, sollten Sie einen längeren Urlaub am Meer einplanen – am besten drei Wochen. Dann können sich Atembeschwerden und Hautkrankheiten anhaltend bessern. Vor allem die kühleren Monate von Oktober bis März/April  bewirken ein deutlich höheres Abhärtungspotential und schützen vor der nächsten Erkältungswelle.

Kann jeder von Thalasso profitieren?
Thalasso-Anwendungen, eine Thalasso-Therapie oder -Kur  sind in der Regel für Menschen jeden Alters zu empfehlen, da weder auf  wichtige Nahrungsbestandteile verzichtet werden muss, noch Anwendungen stattfinden, die dem  Körper schaden. So richtet sich Thalasso an alle Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten.


Woher stammt der Begriff Thalasso?

Das Meer mit seinen verschiedenen Ressourcen ist eine Gesundheitsoase. Schon der griechische Arzt Hippokrates erkannte vor mehr als 2000 Jahren diese wunderbare Wirkung.


Im 19. Jahrhundert erfuhren Meeresbehandlungen in Europa eine Renaissance. Im Jahre 1867 wurde in Frankreich der Begriff „Thalasso -Therapie“ aus den beiden griechischen Worten thalassa (das Meer) und therapeia (die Behandlung) von Labounadière, einem Arzt aus Arcachon, geprägt.

Der französische Biologe René Quinton wies 1897 die Ähnlichkeiten der mineralischen Zusammensetzung des Meerwassers und des menschlichen Blutplasmas nach. Diesen engen Bezug des Menschen zum Meer beschreibt er sehr eindrucksvoll: „Unser Organismus ist ein Meerwasser-Aquarium, in dem einige Milliarden Zellen baden“. Durch diese Ähnlichkeit kann der menschliche Organismus Präparate mit Stoffen aus dem Meer besonders gut aufnehmen und verwerten. Das Meer ist Vergangenheit und Zukunft gleichsam.


Mareike Burmeister, Auszubildende Touristinfo Dornumersiel

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